Amazon S3 Kosten-Rechner – Storage-kosten berechnen

Wenn man irgendwo seine Daten hinterlegen muss, bin ich sofort skeptisch! So ähnlich war es auch bei Amazon S3, dem Speicher/Storage- Anbieter von Amazon (in der Cloud). Wenn man dann aber noch verschlüsselt (z.B. TrueCrypt), dann kann man mit mir gerne darüber reden. Es gibt viele Backup-Tools, die Eure Backups (auf Wunsch) direkt bei Amazon S3 sichern. Es hat nicht nur den Vorteil das Eure Daten an einem separaten Ort gesichert sind, sondern die Daten sind wirklich redundant gespeichert. Sprich: „Raidlaufwerke“ sichern Eure Daten mehrfach und garantieren die lesbarkeit, auch wenn 1 oder 2 Festplatten kaputt sind. Also ich habe so eine hohe Sicherheitsstufe zu Hause nicht, Ihr?

Wenn man also kurz davor steht, überhaupt Amazon S3 in Anspruch zu nehmen oder viele Daten dort ab zu legen, will man natürlich wissen wie teuer der Spaß denn sein wird! Pro Monat/Gigabyte Speicherplatz werden wenige US Cent berechnet, ein GB Transfer (IN- oder OUT) werden auch mit wenigen Cent berechnet. Dazu kommen noch so genannte „Commando Requests“, das sind also die Befehle die man an Amazon S3 gibt. Man macht es nicht selber, aber das tun die Backup-Tools, … Zum Beispiel gibt es folgende Befehle: Copy, Move, Delete,… – pro 1.000 Befehle zahlt man auch Cents.

Aber wie sagt man so schön: „Auch Kleinvieh macht Mist“ und da möchte ich nun wissen wie teuer denn zum Beispiel 5 GB Speicherplatz bei Amazon S3 sind. Ich habe mal nach einem Amazon S3 Kosten-Rechner gesucht und ein tolles Ding gefunden. Geht auf folgende Internetadresse und Ihr landet direkt im Rechner!

Nun war ich absolut gespannt, wie es denn aussehen würde, wenn ich alle meine Daten die wichtig sind, direkt bei Amazon S3 sichern würde. Zu diesen Daten zählen meine alten Geburtstagsfotos, dessen originale ich nicht mehr habe, Fotos von Familie und Verwandschaft, die noch in Schwarzweiß sind und mir auch nur als Leihgabe übergeben worden sind. Urlaubsfilme mit der Familie, die man für teuer Geld von „Super-8“ nach DVD hat kovertieren lassen und wo man für jeden umgewandelten Meter Film ein paar Euronen los war! Wer sich an Super-8 erinnert, wird wissen wie schnell das Filmmaterial brüchig wird und bricht.

Mein Ausgangswert war in diesem Fall „50GB“ an Daten, die auf lange Zeit gesichert werden sollten. Ich habe mich an den Amason S3 Kosten-Rechner gesetzt, bin meine Zahlen nochmal durch gegangen und habe diese dann dort eingegeben. Heraus gekommen ist folgendes:

Kosten die im ersten Monat entstehen
Info: Im ersten Monat ist natürlich der Upload der Daten auf der Rechnung sowie die Speicherung der Daten. Im Folgemonat entfällt natürlich der Upload der Daten und somit auch die dem entsprechenden Kosten.
Upload in GB: 50 GB
Storage in GB: 50 GB
Kosten gesamt: 12.52$ ~ 9,23€

Kosten die ab dem zweiten Monat, monatlich entstehen
Upload in GB: 0 GB
Storage in GB: 50 GB
Kosten gesamt: 7.50$ ~ 5,53€

Kosten für 1 Jahr (12 Monate)
Erster Monat, inklusive Upload: 9,23€
Kosten pro Folgemonat: 5,53€
Kosten für 11 Monate:  60,83€
Komplett:  70,06€

Wenn man nun die Kosten vertrieblich aufbereiten würde, könnte man das ganze so zusammenfassen und fragen: Sind Ihnen 5,84€ pro Monat wirklich zu viel um Ihre wertvollen Daten zu sichern?? Das ist sicherlich eine Suggestiv-Frage, bei der jeder mit dem Kopf schütteln würde. Man kann es ja noch erweitern: Wie wertvoll, ausgedrückt in Euro, sind Ihre alten Fotos und Filme mit Ihrer Familie? – Da würde wohl jeder sagen „unbezahlbar“ … na also! Unterschreiben Sie hier, hier und hier ;-) *hehehe*

Kurze Änderung bzw. Aktualisierung
Amazon S3 berechnet bis November 2010 keine Uploads! Und durchgehend sind  1 GB Download/Monat auch kostenlos! Gut, was ändert es für uns, wenn wir unsere Datensicherung bis November fertig haben? Wir sparen uns die Uploadkosten von 5$ (~ 3,69€) – das macht jedoch unseren Braten auch nicht mehr fett.

Können wir sonst irgendwie Kosten sparen?
Ja, das geht! Wir können auf „weniger redundanten“ Speicher zugreifen und zahlen dann ein paar Cent weniger pro GB. Ich habe es mal ausgerechnet und die Kosten parallel zu unserer Rechnung oben lägen dann bei 65,02$ ~ 47,97€! Das bedeutet für das Folgejahr haben wir fixe Kosten von 44,24€! Umgerechnet also 3,69€ pro Monat! (ziehen wir noch ein paar Euro ab, wenn wir bis November 2010 den Upload der Daten machen!)

Fazit: Für paar Euro mehr bekommen wir schon eine 500GB USB-Festplatte, auf der wir unsere 50GB (und mehr) speichern können. Sollte aber etwas mit der Festplatte etwas passieren, sind die Daten weg. Brand- und Wasserschäden machen die Festplatte auch unlesbar. Man hätte auch eine Mobilität mit der Festplatte, sowie mit dem Amazon S3 Speicher – die Festplatte kann gestohlen bzw. verloren werden. Die Gefahr das wir die Daten „zufällig“ löschen besteht immer! Mir würde es schwer fallen eine zu 1/10 gefüllte Festplatte vor sich her dümpeln zu lassen. Und was macht man, wenn man dann von jemanden (Familie) gefragt wird, ob man den Film oder die Fotos mitbringt? Man wird wieder verleitet die Festplatte mit sich herum zu tragen.

Wenn man also wichtige Daten hat und diese sind einem 3-5 € im Monat wert, dann wird man die Daten auf Amazon S3 sichern. Eine lokale Kopie kann man dann auch durch die Gegend tragen und es wäre nicht schlimm, wenn diese gelöscht würden. Wer lieber die Daten zu Hause hat, der holt sich halt 2x 500GB, spiegelt diese und gut ist. Im Endeffekt ist es wirklich individuell zu entscheiden – denn jeder hat andere Daten und jedem ist etwas anderes wichtig.

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2 Antworten

  1. Miramar sagt:

    Possibly the best topic that I have read all day??

    -Kind Regards
    Hiram

  2. Molly71 sagt:

    Super Artikel! Geplant ist es bei uns in der Firma einiges der EDV per Outsourcing zu betreiben. Ihr Beitrag hat mir sehr geholfen die richtige Entscheidung zu wählen. Wir werden es machen. Vielen Dank!

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