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VPN Review – VPN Unlimited

VPN Unlimited bietet eine überschaubare Anzahl an Servern und Länder. Meiner Meinung nach ist es ein professionelles Unternehmen mit ausreichend technischem Verstand. Laut AGBs werden keine Logs geführt, aber indirekt werden die aktuell eingeloggten Geräte gespeichert. Gewöhnlicher Weise wird eine Session mit ID und Passwort und IP Adresse erkannt und so abgespeichert – danach, also beim logout, werden diese Daten (hoffentlich) gelöscht.

Unsere Test-Platform wird uns freundlicherweise von OneProvider zur Verfügung gestellt, ein weltweiter Hosting-Anbieter, spezialisiert auf dedizierte und virtualisierte Server in über 140 Standorten.

Dieser VPN Anbieter gibt an, diese Session Daten nur für die Limitierung der Logins zu erheben und auch nur „verschlüsselt“. Anscheinend wird eine Hash mit Hilfe der ID, dem Passwort und der IP erstellt um die Sessions des Users zu zählen. (Ist nur meine Vermutung) Wenn das wirklich so ist und auch so funktioniert, dann ist es aus technischer Hinsicht gut gelöst. Die Limitierung kann man im Benutzerkonto sehen, denn dort sind alle registrierten Geräte, auf denen die Software installiert ist, aufgelistet.

Ich finde diese Regelung ein wenig zu restriktiv, denn es verhindert das man einfach mal so ein weiteres Gerät hinzufügt, falls man schon 5 registrierte Geräte hat. Man muss sich dafür extra in der Benutzeroberfläche einloggen und ein Gerät entfernen.

Hier ein Auszug aus der Webseite:Use on up to 10 devices simultaneously; you can delete existing devices at any time (1 per week)„.

Was auf deutsch bedeutet: Benutze bis zu 10 Geräte/Installationen gleichzeitig. Registrierte Geräte können entfernt werden – ABER nur 1 Gerät pro Woche!!! Das heißt wenn man auf einer LAN Party ist und dann 4 weiteren Personen VPN Zugang geben möchte, sind alle 5 Installationen weg. Später kannst Du dann aber nur 1 Gerät pro Woche entfernen.

Ich weiß nicht, warum so eine Quälerei? Meine Kritik daran: Von unterwegs hat man ein Problem, wenn man die Logindaten nicht im Kopf hat. Es ist einfach zu viel Hick-Hack und erweckt den Anschein, das man sich mehr Sorgen darüber macht, das die Benutzer nicht zu viele Geräte gleichzeitig nutzen. Und mal nebenbei … ich kann mich auch auf einem VPS 1x mit dem Dienst anmelden und gebe dann den Zugang zum VPS an 100 Freunde weiter.

Oder: Ich habe einen Router, damit verbinde ich mich ins VPN und XX Personen im ganzen Haus nutzen es dann. Wie man sieht, kann man diese Limitierung eben sehr einfach überbrücken und tut dann doch was man will. Die Manpower dafür, hätte man in die Technologie stecken können, denn ich vermute das sich genau deshalb einige gegen diesen Anbieter entscheiden werden. Die Geschwindigkeit ist jedoch ganz ordentlich und reizte unsere 100 MBit/s Testleitung relativ gut aus. Macht also auch vielleicht doch Sinn die Zugänge ein wenig zu limitieren.

Mich hat auch noch eine andere Sache sehr überrascht. Und zwar die tatsache, dass VPN Unlimited eine Art Aktion hat, womit man sein Abo jeweils für 1 Tag verlängern kann. An sich ja eine interessante Sache… bis ich dann gesehen habe worum es geht. Es geht darum, das VPN Unlimited, mithilfe der User, herausfinden will, welche Webseiten in den jeweiligen Ländern gesperrt sind.

SCREENSHOT:
Das heißt also, dass die Zugangssoftware (so nehme ich an) eine URL Liste des Providers bekommt und diese dann, während das VPN aus ist, abarbeitet und dann sieht ob Seiten gesperrt sind oder auch nicht. Bedeutet also, dass die Software so einiges im Hintergrund tun kann wenn man zustimmt. Aber was ist wenn man aus versehen irgendwo zustimmt, die Software einen Fehler hat oder was ist, wenn irgendeine Staatsgewalt vorschreibt das nun dies und das auf allen Clients laufen soll?

Ich weiß … das klingt alles ziemlich weit her geholt, aber ich gehe einfach mal die Abläufe durch und die Möglichkeiten. Wenn ich, zum Beispiel, einfache Open VPN Config Files habe, dann weiß ich das die Open SOurce Software OpenVPN keine weiteren Funktionen hat – das ist Fakt.

Eine auf OpenVPN basierende Software, die auf „Klick“ sofort irgendwas macht finde ich persönlich etwas gruselig. Sowas gehört, meiner Meinung nach, nicht in eine Sicherheits- / VPN- Software – als separate Software wäre das schon was ganz anderes.

 

Die Software kann man sich im Portal von VPN Unlimited (Keepsolid) herunterladen und nach wenigen Sekunden kann man die Installation auch schon starten. Kurz darauf hin kann man sehen das ein „OpenVPN TAP Treiber“ installiert wird, was von vielen VPN Providern so gemacht wir – warum sollte man auch das Rad neu erfinden. Allerdings kommt jetzt das „aber“…

Aber: Bei der Installation gab es ein Problem mit dem TAP Treiber, es gab eine Fehlermeldung und danach fragt mich die Software ob ich meinen Rechner neu starten möchte bzw. das ich das nun anschließend machen sollte. Das mag nun für den einen oder anderen kein Problem sein… Aber wenn schon Open Source Software benutzt wird und diese ja auch keinen Neustart benötigt,… warum zum Geier ist der Neustart hier notwendig?

SCREENSHOT:

Eine Kleinigkeit noch zum meckern. Warum, wenn man schon groß raus kommen will, investiert man nicht in eine professionelle Übersetzung der Software oder lässt das jemanden aus der Community machen?

Warum? Mir ist als aller erstes in der Software / der Serverliste folgendes Wort aufgefallen „Arbeitsanfall„. Ich musste wirklich lachen, denn es scheint als ob deren Server einen Arbeitsanfall haben bzw. Arbeitswütig sind. Spaß bei Seite, hier wird wohl „Auslastung“ gemeint sein.

Trotzdem kommen solche Sachen nicht wirklich gut an, denn sie erinnern an schlecht übersetzte Spam-Mails.

  • Device-Management
  • Geschwindigkeit
  • Software
  • Protokolle
  • Preis
3,7

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