UPDATE: Proton VPN – Anonymisierung aus der Schweiz – Jetzt auf MacOS

Hier haben wir einen VPN Anbieter aus der Schweiz, genauer gesagt aus Genf, der unter anderem nicht nur VPN anbietet sondern auch sichere, verschlüsselte E-Mail Konten anbietet. Wenn man von der Schweiz hört, dann fällt einem erst einmal der vorteilhafte Datenschutz ein, das weltberühmte schweizerische Bankgeheimnis, Schweizer Nummernkonten und dass es sich um ein kleines aber jedoch technologisch fortschrittliches Land handelt.

Alles was dort mit Internet zu tun hat, ist schon einige Klassen weiter als im ganzen Europa – während wir hier noch am herumheulen sind, wie teuer doch das mobile Internet ist oder wie wenig Bandbreite man im Monat vom Mobilfunkbetreiber erhält, ist man dort schon seit längerer Zeit soweit, dass der Kunde LTE als mobile Flatrate erhält.

Laut dem Anbieter, der aus Genf in der Schweiz kommt, profitieren deren Kunden von den weltstärksten Datenschutzgesetzen und der finanziellen Unterstützung der Proton Technologies AG und der FONGIT, einer non profit Stiftung der Swiss Federal for Technology and Innovation.

Jetzt haben wir aber auch noch das Produkt Proton Mail neben dem Produkt Proton VPN stehen. Aber laut des Providers, sind diese zwei Produkte bzw. Firmen vollkommen autark voneinander und haben gesetzlich so gesehen miteinander nichts zu tun. Das ist gut gemacht, denn wenn es irgendwelche Probleme gäbe (firmentechnisch), dann hat das eine Unternehmen nichts mit dem anderen Unternehmen zu tun.

Gerade aus diesen Gründen (und auch noch einigen weiteren) war ich ziemlich neugierig auf den VPN Anbieter Proton VPN und was für eine Leistung und Sicherheit ein reines Schweizer (VPN) Unternehmen bieten kann. Proton VPN hat zudem Zeitpunkt, wo wir es getestet haben, in insgesamt 14 Ländern, 112 Server und wahrscheinlich mindestens so viele IP Adressen. Meistens kann man jedoch mit mindestens 3-4 IP-Adressen pro Server rechnen. Die Anzahl der IP-Adressen, ist meistens nicht so sehr bekannt, da es in erster Linie für den Benutzer nicht so relevant ist und weil sich deren Anzahl von Monat zu Monat schon ändern kann.

IP-Adressen scheinen im ersten Augenblick nicht so wichtig zu sein, aber wenn man schon einige Male erlebt hat, dass man von Internetforen oder Streaming Plattformen (Netflix/Amazon Prime Video/…) ausgesperrt worden ist, weil deren Server erkannt haben dass man über einen Internet Proxy bzw. über ein VPN im Internet ist. Spätestens dann, ist es nicht schlecht wenn der VPN Anbieter pro Server mindestens 4-5 IP-Adressen oder sogar noch viel mehr zur Verfügung hat. Denn meistens bekommt man nach jeder Einwahl in das VPN eine neue IP-Adresse, teilweise pro angesurfter Webseite, die dann vielleicht als VPN/Proxy IP-Adresse erkannt wird. Wenn das dann der Fall ist, kann man in Ruhe diese Dienste benutzen ohne weitere Einschränkungen.

Hat der Anbieter jedoch weniger IP-Adressen, dann können diese auch so viel sie wollen rotiert werden, aber wenn jede IP-Adresse auf der Blacklist steht, dann hat man davon auch nichts.

Zahlen, Daten, Fakten
Auch wenn die Anzahl der Server bei Proton VPN nicht so hoch ist wie bei einigen anderen Anbietern, wo die Anzahl der Server vierstelligen Bereich ist, merkt man beim Surfen und der Nutzung des VPN Dienstes keine Verzögerungen oder Geschwindigkeitseinbrüche. Bei der Nutzung von Proton VPN hat man auch nicht das Gefühl das die Daten auf irgendeine Weise zäh durch die Leitung gepresst werden, sondern es fühlt sich alles so an wie nach dem Motto „auf der Autobahn mit Vollgas“.

Sogar die Latenzzeiten zu den Servern sind sehr gut und je nachdem welchen Server man benutzt (und in welchem Land man selber ist), bleiben diese auch immer sehr klein. Natürlich kann das auch daran liegen, dass noch nicht sehr viel los ist auf den Server oder aber es ist der Vorteil von einem VPN Anbieter, der verschiedene VPN Pakete anbietet. Somit kann man die kostenlose Variante nutzen, die natürlich relativ langsam ist und ausgelastet. Man kann die bezahlten Tarife benutzen mit schnelleren Servern oder aber die Server mit der allerschnellsten Geschwindigkeit (das sind dann die premium Server).

Der kostenlose Tarif bietet zu der Zeit, als wir Proton VPN getestet haben, Server in drei Ländern mit relativ niedriger Bandbreite. Und man kann in diesem Tarif nur ein Gerät gleichzeitig nutzen (mit einem Benutzeraccount).

Der Basic Tarif bietet alle Länder und den Zugriff mit bis zu zwei Geräten auch auf die schnellen Server.

Im plus Tarif gibt es auch alle Länder, man kann bis zu fünf Geräte gleichzeitig nutzen und meiner Zugriff auf die Server mit der allerhöchsten Geschwindigkeit (das müsste dann 100MBit/s oder 1000MBit/s sein). Diese Server sind dann die plus Server, man kann Tor Server benutzen und die Funktion „Secure Core“ ist mit in dem Tarif.

Secure Core bedeutet, dass man über ein VPN in einem Land im Internet surft, aber vorher noch mit einem weiteren VPN Server verbunden wird. Ein gebräuchlicher Name dieser Funktion wäre Multi Hop, der einfach bedeutet das man einer VPN Verbindung durch einen zweiten VPN Server geht und durch den die VPN Verbindung verlängert durch einen dritten oder vierten VPN Server usw.

Technisch gesehen bzw. bildlich, kann man sich zwei oder drei Server (von links nach rechts) vorstellen ganz links sind wir und wollen die Verbindung bzw. einen Tunnel durch alle drei Server herstellen. Im Endeffekt sieht man nur die IP-Adresse des letzten Servers und wenn man diesen hacken würde, würde man nur die IP Adresse des vorherigen Servers sehen. Würde man einen Angriff auf diesen Server machen, würde man wiederum die IP-Adresse des vorherigen Servers sehen.

Das bedeutet also, erst wenn man alles Server vom letzten bis zum ersten hacken würde, könnte man an die Original IP-Adresse des Benutzers kommen. Ich bezweifle jedoch dass dies so einfach machbar ist oder dass gerade wir als Benutzer so wichtig wären, dass mehrere Hacker sowas machen würden. Und auch wenn so etwas passieren würde oder schon passiert ist, hätte der VPN Anbieter schon längst alle Sicherheitslöcher behoben.

Die Sicherheit
Auch hier ist die VPN Verbindung hoch-verschlüsselt, was natürlich bei einem VPN vollkommen verständlich ist, denn es handelt sich ja nicht um ein Proxy. Je höher die Verschlüsselung, desto besser. Denn wenn wir uns mit einem Laptop oder Mobiltelefon in einem fremden WLAN befinden (zum Beispiel in einem Hotel), gehen unsere sensiblen Daten, wie zum Beispiel das Online Banking oder Webmail, direkt durch Leitungen bzw. das WLAN des Hotels. Hierbei muss man dem jeweiligen Anbieter vertrauen können – einmal das die Daten nicht ausspioniert werden (können) und dass dieser Anbieter des WLAN sich technisch genug auskennt um eine Sicherheit für die Benutzer gewährleisten zu können.

Natürlich möchte ich niemanden vorwerfen dass er sich technisch nicht genug mit der Materie auskennt oder dass irgendwelche Problemchen beim Einhalten des Datenschutzes entstehen. Aber wenn man selber dafür sorgen kann, dass die eigenen Daten sicher bleiben, dann denke ich sollte man das auch machen. In diesem Fall würde ich auf jeden Fall dem Anbieter Proton VPN, der aus der Schweiz kommt und hohe datenschutzrechtliche Standards hat, er vertrauen als dem Betreiber eines kostenlosen WLAN.

Leider, und das muss ich immer wieder betonen, beschränkt der VPN Anbieter Proton VPN, die Nutzung des Dienstes auf ein, fünf oder zehn gleichzeitige Geräte/Verbindungen. Und in diesem Fall bedeutet es, dass auf irgendeine Art und Weise Daten geloggt werden müssen um die Anzahl der Sessions zählen zu können. Somit ist die Aussage, was aber nicht nur Proton VPN betrifft, falsch, dass überhaupt keine Daten geloggt werden.

Ich betone aber, dass dies kein großes Problem ist und auch nichts was man extrem breit treten muss. Denn auch diese Funktion, das Zählen der aktiven Sessions, kann relativ einfach und datenschutz-unproblematisch geloggt werden, indem man Beispiel die IP-Adresse, den Hostnamen, Seriennummer, usw. in einen Hashwert umwandeln kann und somit auch die Anzahl der aktiven Sessions zählen kann. Ich weiß zwar nicht wie Proton VPN dies löst, aber ich gehe mal davon aus dass es irgendetwas in diese Richtung sein muss.

Die Software

*** UPDATE: Jetzt auch für MacOS ***

Die Installation der Software, in diesem Fall Windows oder unter Android, läuft absolut problemlos, man muss den Windows PC nicht neu starten nach der Installation und alles in allem benötigt man maximal ein bis 2 Minuten und schon ist die Software betriebsbereit. Danach erstellt man entweder ein Benutzerkonto oder aber man hat schon eins und gibt dann die Benutzerdaten in die Software ein.

Die Software ist sauber aufgebaut und einfach zu bedienen, denn man kann sich die Verbindungen zu den VPN Server an in einer Liste oder auf der Karte anzeigen lassen.

Funktionen und Extras
Die Grundfunktionen des VPN Anbieters, die Verschlüsselung der Datenverbindung und der Austausch der echten IPTV durch eine virtuelle IP, sind hier natürlich die Hauptfunktion. Zusätzlich kommt noch, je nachdem welchen Tarif man hat, die Secure Core Funktion hinzu. Und die Software hat von sich aus einen VPN Kill Switch und eine DNS Leak Protection.

Der VPN Kill Switch sorgt dafür, dass wenn die VPN Verbindung zufällig unterbrochen wird, die zu übertragenen Daten nicht über die echte Internetleitung bzw. das kostenlose WLAN übertragen werden. So gesehen ist es keine richtige Funktion, sondern es ist ein Firewall-Regelwerk. Sobald die Software gestartet wird werden alle Ports geschlossen außer der Port/die Ports die für eine VPN Verbindung notwendig sind.

D. h. dass die Verbindung zu dem VPN Server gemacht werden kann und alle Internetfunktionen möglich sind (der alles über den VPN Server läuft), aber alles andere nicht möglich ist. Somit ist der Rechner vom Internet ausgeschlossen und kann nur über die VPN Ports kommunizieren.

Preise
Es gibt solche VPN Anbieter und es gibt solche VPN Anbieter, genauso wie es niedrige, mittlere oder hohe Preise gibt. Jeder Anbieter hat die Freiheit die Preise an den Wert seines Dienstes anzupassen und auch mit dem Preis dafür zu sorgen, dass genug finanzielle Mittel übrig sind um die Wartung des Dienstes/der VPN Server gewährleisten zu können. Auch muss mit dem eingenommenen Geld die Zukunft des Unternehmens/des VPN Anbieters gewährleistet sein, nicht nur aus rein finanziellen Gründen, sondern auch dass der Serverpark mit der Anzahl der Kunden wächst um somit immer genügend Reserven zu haben.

Proton VPN ist sicherlich nicht einer der günstigsten VPN Anbieter, aber genau aus diesen Gründen auch nicht der schlechteste VPN Anbieter. Meiner Meinung nach ist er im Premiumsegment, was mit der Qualität der Server und deren Performance zu tun hat, als auch mit der Qualität des Datenschutzes und des Unternehmens das dahinter steht.

Ich habe mich schon öfters mit Anwendern unterhalten, aber leider wird dort im größten Sinne nur über die technische Sicherheit von VPN Diensten gesprochen. Dass die technische Seite komplett gesichert sein soll, das ist mir und allen anderen natürlich klar. Was aber mindestens genauso wichtig ist, ist die rechtliche Seite und wie man mit 0 Logging auf gesetzliche Herausforderungen reagiert. Vorteil ist natürlich schon mal der Standort „Schweiz“ und das dort verschärfte Datenschutzgesetz.

  • Kostenloser Account: 0,00 € pro Monat
    Basic Account: 4,00 € pro Monat
    Plus Account: 8,00 € pro Monat
    Visionary Account: 24,00 € pro Monat (inklusive Proton Mail)

Fazit:
Proton VPN ist ein technologisch fortschrittliches Unternehmen das einmal als VPN Anbieter tätig ist und gleichzeitig auch Proton Mail, verschlüsselte Mailkonten, anbietet. Schon diese Kombination hört sich sehr interessant an und setzt voraus dass genügend technisches Know-how und rechtliche/gesetzliche Erfahrung vorliegt. Die Server von Proton VPN fühlen sich sehr Performanz an, Ausfälle oder Aussetzer wurden auch nach langen Sessions und Test Downloads nicht erkannt.

Die Funktion der Software tun genau das was sie tun sollen. Die Latenzzeiten und die Server Geschwindigkeit in den bezahlten Tarifen bieten einiges mehr als die kostenlose Variante. Wie sich dieser Anbieter entwickeln wird bleibt erst einmal offen. Wir bleiben jedoch dran und testen monatlich die jeweiligen Anbieter und die Angaben zu den Leitungen/Latenz usw., werden bei uns auf den Testservern alle 15 Minuten aktualisiert. Diese aktuellen Daten könnt ihr jederzeit auf der VPN Übersicht nachlesen.

>> UNSERN, AUF 15 MINUTEN GENAUEN, „VPN LIVE-TEST“ FINDET IHR HIER <<<

 

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