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Zugriff auf Linux-Festplatten mit ext2/3 unter Windows

Die meisten User haben zu Hause einen Windows-PC, mit dem sie sich eigentlich auch ganz gut auskennen. Es gibt die Profis, die Fortgeschrittenen und natürlich auch „Ich will nur ins Internet – User“. Ich sehe mich irgendwo in der Mitte, ein Profi bin ich bestimmt nicht. Trotz Allem ist es mir letztens passiert, dass ich über einen Windows-PC (Notebook) den Zugriff auf eine Linux-Festplatte brauchte. Ich weiß – viele würden jetzt sagen „Boote eine Linux-Live CD“. Aber da ich schon lieber alles unter Windows machen möchte, weil es einfach flotter geht, als wenn ich mich nun noch einarbeiten müsste (Welchen Datei-Explorer unter Linux oder doch über Vi? Und so weiter).

Ich habe nach relativ kurzer Recherche, einen EXT2/3 Treiber für Windows gefunden, der es zulässt das ich eine linux-formatierte Festplatte per USB an ein Notebook anzuschließen. Direkt danach erscheint die Festplatte unter Windows und man kann einfach darüber zugreifen.Es geht um den Open Source Treiber „Ext2fsd„, den Ihr auf der Website herunterladen könnt.

Wie funktioniert es? Relativ einfach! Windows Installations-Datei von der Website herunterladen und Installieren. Nach einem Neustart sollte der Treiber automatisch gestartet werden, aber zur Sicherheit startet Ihr Ext2fsd mit Admin-Rechten und geht dann über Tools in den Volume Manager (oder einfach per F7):

Open source ext3/4 file system driver for Windows (2K/XP/VISTA/WIN7)

Unter dem Punkt (grüne Umrandung) „Service Status“ seht Ihr ob der Ext2/3 Treiber läuft. Tut er das nicht, könnt Ihr Ihn einfach über den Button (rote Umrandung) starten. Danach auf „Apply“, ggf. nochmach mit „ok“ bestätigen. Im Hauptfenster sollte dann die Festplatte erscheinen, wenn nicht dann mit „F5“ die Ansicht aktualisieren. Wenn die Festplatte dann auftaucht, einfach einmal anklicken (damit es blau markiert ist) und mit „F4“ den Laufwerksbuchstaben angeben. Nach 1-2 Bestätigungen erscheint dann diese Partition oder die ganze Festplatte dann unter Windows.

Normalerweise sollte diese Festplatte nicht beschreibbar sein, das heißt das man an sich nichts kaputt machen kann. Es gibt wohl einen Punkt, mit dem man den Schreibschutz entfernen kann – hat aber bei mir nicht funktioniert. Mir ging es in erster Linie auch nur darum, dass ich Daten von einer Linux-Festplatte sichern kann. Hat funktioniert – Tolles Tool.

Trotzdem: Direkte Zugriffe auf Dateisysteme, arbeiten mit einem Linux-Dateisystem mit einem Ext2/3 Treiber unter Windows ist für mich ein Eingriff am offenen Herzen. Macht es nicht, wenn Ihr Euch nicht sicher seid und wenn es nicht unbedingt nötig ist. Ich übernehme keine Verantwortung bei Datenverlust!

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