Frohe Weihnachten – Einige Worte vor Heiligabend

Nor­maler­weise schreibt man noch etwas, was die Men­schen zum nach­denken brin­gen soll. Aber ehrlich gesagt, es ist doch jedes Jahr das­selbe. Na klar, wir sollen auch an andere denken, nicht nur an uns. Wir sollen anderen helfen, denen es schlechter geht als einem sel­ber. Wenig­stens an Wei­h­nachten soll man ver­suchen ein kleinerer Ego­ist zu sein als nor­maler­weise. Man sollte vielle­icht was sprin­gen lassen (Spende) um denen zu helfen die nichts haben.

Jedes Jahr, immer wieder das­selbe. Und jedes Jahr denke ich mir, dass man doch eigentlich das ganze Jahr über so denken sollte. Nur weil jetzt überall Wei­h­nachts­bäume und Wei­h­nachts– Deko­ rum­ste­ht, bekom­men viele ein weiches Herz und einen lock­eren Euro. Und ich weiß auch sel­ber, dass man leicht daher reden kann, aber das es schwer ist sich sel­ber daran zu halten.

Das ganze Jahr
Die, die sich falsch benehmen, die können wir ermahnen.
Die, die am liebsten aufgeben würden, die können wir ermutigen.
Die, die keine Kraft mehr haben, die können wir an die Hand nehmen.
Die, die Sorgen haben, denen können wir zuhören.
Denen, die sich nicht selber helfen können, können wir Hilfe anbieten.
Wir selber, die allzu gerne vergessen, … wir sollten uns erinnern.

Aber schließlich hat man doch seine eige­nen Prob­leme, oder? Man hat seine eige­nen Her­aus­forderung. Man hat die eige­nen Rech­nun­gen zu bezahlen und hat sich darum zu sor­gen, dass es der eige­nen Fam­i­lie gut geht. Natür­lich ist man der Mei­n­ung, dass jeder seines eige­nen Schick­sals Schmied ist und jeder sel­ber daran schuld ist, in seiner Lage zu stecken. Aber ist das wirk­lich so? Ist wirk­lich jeder sel­ber daran schuld, dass er auf der Straße gelandet ist?

Ich kann das alles nicht beant­worten. Aber ich bin mir sicher, dass es viele Men­schen gibt, die wirk­lich nichts für ihre Lage kön­nen. Es gibt Kinder, in Deutsch­land (!), die keine drei Mahlzeiten am Tag von ihren Eltern bekom­men. Es gibt Kinder, die schauen anderen Kindern in der großen Pause beim Essen zu. Und es gibt Kinder, die keinen gedeck­ten Tisch zuhause vorfinden, wenn sie aus der Schule kommen.

Es gibt Obdachlose, die tat­säch­lich in dieses Loch gefallen sind und nicht mehr aus eigener Kraft her­auskom­men. Es muss nicht jeder ein Dro­gen­ab­hängiger sein, der kein Dach über seinem Kopf hat. Und nicht jeder Obdachloser, der einen Hund hat, hat diesen um leichter nach Geld zu bet­teln. Meis­tens ist der Hund oder ein Tier, ein­fach der beste Fre­und den man haben kann, wenn man nichts hat.

Ich kön­nte jetzt weitere Beispiele nen­nen und meinen Zeigefin­ger erheben, trotz­dem würde alles geschriebene nie­man­dem helfen. Aber vielle­icht hilft es ja denen, die wenig oder nichts haben, die sich nicht sel­ber helfen kön­nen, wenn wir ein­fach unsere Augen offen hal­ten. In dem wir nicht mit Scheuk­lap­pen durch unser Leben ren­nen, son­dern sehen was um uns herum geschieht, kön­nen wir manch­mal Men­schen sehen, die wirk­lich Hilfe benöti­gen — das ganze Jahr.

Frohe Weihnachten allen Menschen dort draußen …

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1 Antwort

  1. Rango sagt:

    Super, interessant. Gut zu wissen.

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