Gesundheit – Das Leben ohne Zucker

Als wir klein waren, hat man uns immer gesagt, dass Zucker nicht gut sei. Meistens hat es damit zu tun, dass die Eltern uns dazu bringen wollten regelmäßig die Zähne zu putzen. Auch wenn wir zu viel Süßigkeiten gegessen haben, wurde uns auch gesagt das zu viel Süßes nicht gesund ist. Es wurde uns damals gesagt, obwohl unsere Eltern bestimmt nicht zu 100 % wussten, warum zu viel Süßes nicht gesund ist bzw. warum wir nicht soviel Zucker essen sollen.

Heutzutage ist man besser aufgeklärt. Trotzdem würde man es Kindern auch nicht zu wissenschaftlich erklären, sondern würde es wahrscheinlich genauso kurz halten, wie es unsere Eltern damals mit uns gemacht haben. Ich persönlich möchte immer gerne wissen, warum etwas gut sein und warum etwas schlecht sein soll.

Wie in meinen Beiträgen über Zucker, habe ich schon berichtet, dass Zucker deshalb schlecht für den Körper ist, weil es unsere Bauchspeicheldrüse stark strapaziert. Die Bauchspeicheldrüse produziert das Hormon Insulin, das für den Zuckerabbau im Körper zuständig ist. Stopfen wir uns also mit zu viel sind kraftvoll, regt das die Bauchspeicheldrüse an und diese produziert mal wieder Insulin.

Wenn es nur darum gehen würde, dass wir den „bewussten Konsum“ von Zucker kontrollieren müssten, wäre die ganze Geschichte nicht so kompliziert. Das Problem heutzutage ist, dass wir in so gut wie jedem Lebensmittel Zucker finden können. In den Fleischprodukten (Fleisch Wurst, Salami,…), Milchprodukten (Joghurt, Pudding,…) und vielen weiteren finden wir hohe Mengen an Zucker. Auch die Produkte, die anscheinend nicht viel Zucker beinhalten, haben trotzdem mehr, als es das Produkt in der natürlichen Form hätte.

Nehmen wir zum Beispiel das Obst, indem wir die Fructose finden oder den fertigen Fruchtsaft (Saft, Nektar,…), werden wir feststellen, dass wir mit den Säften viel mehr Zucker zu uns nehmen als mit den natürlichen Früchten. Nicht nur dass wir mit den Säften zu viel Zucker zu uns nehmen, wir nehmen damit auch raffinierten Zucker zu uns. Genau gesehen, ist Zucker gleich Zucker. Trotzdem nehmen wir mit ein bis zwei Früchten pro Tag, weniger Zucker zu uns, als mit 2-3 gläsernen Saft. (Das selbe haben wir auch bei Nahrungs- Ergänzungsmitteln. Eigentlich benötigt der Mensch, viel weniger Vitamine, Mineralstoffe, et cetera, als wir durch die Produkte suggestiert bekommen)

Ich bin der Meinung, dass es wichtiger ist auf die Produkte mit wenig Zucker zu achten, als auf die offensichtlichen Produkte mit Zucker. Ich lasse einfach die Schokolade weg, diverse Frühstücks-Flocken, Kekse oder auch Kuchen. Interessanter sind die Produkte, die zwar Zucker beinhalten, man aber niemals darauf kommen würde. An diesem Punkt muss man einfach vorsichtig sein! Man achtet zwar darauf keine Süßigkeiten zu essen, haut sich aber unbewusst die Kalorien und den Zucker über andere Produkte in den Magen.

Warum mache ich das? Ganz einfach! Ich bin der Überzeugung dass die ursprüngliche Ernährung, so wie es unsere Vorfahren gemacht haben (Steinzeit), die richtige Lösung ist um ein gesundes Leben zu haben. Fastfood, Schokolade, Zucker und andere produzierten, ungesunden Lebensmittel, gab es damals einfach nicht. Ausreichend Bewegung hatte man damals, weil es ja auch nicht anders ging (Jagd), aber auch ausgewogene Ernährung war auf dem Tagesplan.

Man sagt das die Asiaten die gesündeste Ernährung haben, denn sie ernähren sich hauptsächlich von Fisch bzw. Meeresfrüchten. Dazu gehören die Jod haltigen Meeres-Algen, aber auch frisches Gemüse und der außergewöhnlich gesunde Goja Kürbis.

Vergleichen Sie diese gesunde Ernährung mit einer europäischen, ausgewogenen Ernährung, kommen wir dem Ziel schon sehr nah. Das größte Problem ist jedoch, dass wir uns nicht ausgewogen genug ernähren, sondern zu viel ungesundes Essen und zu wenig gesunde Lebensmittel zu uns nehmen. Ich denke auch, dass der Konsum von Zucker nicht allzu problematisch wäre, wenn wir wenigstens nicht so viele oder/und als Ausgleich gesunde Lebensmittel essen würden. Gerade im Zusammenhang mit Zucker, hat sich Zimt, als sehr vorteilhaft herausgestellt. Der Zimt hilft dem Körper beim Zuckerstoffwechsel bzw. hilft dem Körper den Zucker leichter und schneller zu verarbeiten, so dass er schneller aus dem Organismus ausgeschieden werden kann. Wenn dies geschieht, hat automatisch die Bauchspeicheldrüse weniger zu tun und produziert weniger Insulin.

D.h. in der Zusammenfassung: Je weniger Zucker wir konsumieren, desto gesünder bleibt unsere Bauch Speicheldrüse. Wir verhindern damit zum Beispiel auch die Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die Überproduktion von Insulin oder aber die Minderung der Insulin-Produktion (in dem Fall kann der Körper den Zucker in Organismus nicht oder sehr langsam abbauen. In diesem Fall kann es dazu kommen dass der Zucker Organe schädigen kann).

Fazit: Ganz ohne Zucker können wir nicht leben, das funktioniert nicht. Dafür ist der Zucker in viel zu vielen Produkten versteckt oder aber in niedriger Konzentration, dass er nicht ausgewiesen werden muss. Wenn man dann den gegessenen Zucker täglich zählt, darf man nicht vergessen auch den Fruchtzucker aus dem Obst mit dazu zurechnen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Fruchtzucker im Obst nicht so konzentriert ist, wie der Rohrzucker in den meisten Produkten. Ich bezweifle das es jemanden geben wird, der komplett ohne Zucker leben wird. Trotzdem werden wir ein gesünderes (und bestimmt längeres) Leben führen, wenn wir im Kopf behalten, dass unser Körper den Zucker nicht benötigt. So gesehen handelt es sich bei Zucker um einen Genuss-Stoff.

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