Bundestrojaner: Gegen Überwachung und Kontrolle

Vor einigen Jahren haben wir alle etwas über den Bundestrojaner gehört, die meisten (Netz-)Bürger haben nicht wirklich erwartet, Ihn auf seinen Computern begrüßen zu dürfen. Seit dem Tag, als der CCC (Chaos Computer Club) den Obduktionsbericht „einer möglichen Variante“ des Bundestrojaners veröffentlicht hat, sah die ganze Situation anders aus. Denn nun gab es ein Beispiel dessen, an das relativ wenige geglaubt haben. Wie oft wurde denn gesagt das dies doch gar nicht mit dem Gesetz vertretbar ist und „bis das durch ist, ist das Projekt doch schon längst unter der Erde“.

( Bildnachweis/Screenshot: http://www.ccc.de)

Warum sind denn nun so viele User gegen den Bundestrojaner? Normalerweise sollte doch jeder dafür sein, dass kriminelle Vereinigungen zerschlagen und das Recht wieder die Oberhand gewinnt. Jeder ist doch gegen Terroristen und niemand möchte, dass diese sich unbehelligt im Internet bewegen können und weiterhin böses Taten planen können.

Der Grund, warum man einfach gegen diese Art von Überwachung/Sicherheit sein sollte, ist die, dass es niemals einen Überwacher des Überwachers in der letzten Instanz geben wird. Das bedeutet, es wird immer eine Möglichkeit geben, diese Technologien zu missbrauchen. Bis jetzt konnten Hausdurchsuchungen nicht einfach so gemacht werden. Ein Trojaner ist schnell installiert, schnell verbreitet, schnell kopiert, schnell gekapert, … und dann? Außer Kontrolle. Er landet dort, wo er eigentlich nicht landen sollte.

Somit ist es möglich, dass dieser Trojaner bei jeden anderen Bürger landen könnte – auch bei Pfarrern/Priestern, Psychologen und Ärzten, Seelsorgern, Krankenkassen, Krankenhäusern, … und so weiter. Das bedeutet das wir dann irgendwann diesen Trojaner überall installiert haben könnten. Denn es liegt einfach in der Natur, dass Schadsoftware sich viral verteilt – man kann sie nicht kontrollieren.

Und wenn es dann eine Infrastruktur gibt, muss diese nur noch gekapert werden… und dann möchte ich nicht dazwischen sein wenn es los geht. Wir haben auch so schon genug Probleme mit Identitätsdiebstahl!

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