Quantcast

Gesundheit: Zucker – Das süße Gift?

Süße Schokoriegel, leckerer Kuchen, süße Frucht-Cocktails, … die Liste von Süßigkeiten oder Lebensmitteln die Unmengen viel Zucker beinhalten ist schier unendlich. Normalerweise versuchen sich die meisten etwas zu zügeln, wenn es um Süßkram geht. Sogar die Werbung sagt uns, wenn schon was Süßes, dann was Gutes. Aber ernährungstechnisch hat raffinierter Zucker keinen Nährwert (keine Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe), deshalb wird er auch „leerer Energieträger“ genannt.

Was für einen großen Sinn macht Zucker? Der Mensch isst nicht nur um zu überleben. Essen ist für fast alle eine Art Befriedigung, ein Spaß, … Genuss! Ich esse auch gerne. Und wenn ich esse, dann genieße ich das Essen und habe Spaß dabei. Dazu gehören natürlich auch Lebensmittel, die wir Nachtisch nennen. Ein leckerer Schoko-Pudding ist schon was feines, ich weiß. Aber der Zucker, der in dem Lebensmittel ist, dient nur dem Geschmack.

Also müssten wir uns nur merken: Süßes nur in Maßen und nicht jeden Tag. Tja, dann … wo liegt das Problem? Das Problem liegt dabei, dass wir Zucker tagtäglich konsumieren. Nicht nur die 2-3 Würfel Zucker im täglichen Kaffee oder der Zucker abends im Tee. Wenn wir beim Einkaufen, mal genauer auf die Nährwerttabelle schauen, werden wir bemerken, dass viele (Fertig-)Lebensmittel Zucker auf der Liste haben. Aber Achtung: Ich meine nicht nur die zahlreichen Limonaden und Fruchtsäfte mit Zuckerzusatz !

Brotaufstriche (herzhafte & süße), sauere Gurken, Fertiggerichte, Fastfood, Brot und sogar die leckere Fleischwurst – diese beinhaltet Glucosesirup – also ein Zucker (andere Bezeichnungen sind: Stärkesirup, Bonbonsirup, Isoglukose, Corn Sirup, Maissirup, Maiszucker) und der besteht aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Da fragt man sich, was Zucker im Fleisch zu suchen hat? Doch die Liste wird noch länger, je genauer man sich die Lebensmittel anschaut.

Beachten muss man, wenn man bei einkaufen Zucker sparen möchte, das es Zucker unter vielen Namen gibt. Da gibt es zum Beispiel Saccharose, Maltodextrin, Dextrose, Glucose/Glucosesirup, Honig(!), Sirup/Dicksaft, Fruchtzucker oder Fruchtmark. Dabei scheint Honig noch immer die weniger ungesunde Variante zu sein. Denn Honig besteht (nur) zu 80% aus Zucker (Rest ist Wasser), es ist süßer als Zucker (es wird weniger benötigt) und Honig hat 1/5 weniger Kalorien als Zucker. Das sind allerdings nur minimale Vorteile, für die Konsumenten die Karies vermeiden wollen oder aber auf Diät sind!

Welche Risiken hat also der Zuckerkonsument?
Eine ganze Menge! Die meist verbreitetste ist aber Diabetes. Wie kommt es dazu? In der Natur kommt Zucker niemals in so einer hoch konzentrierten Form vor, wie wir ihn über die Lebensmittel aufnehmen. Selbst der Fruchtzuckergehalt im Obst ist nicht so konzentriert, wie wenn wir einen Liter Limonade trinken.

Die Hormonsteuerung im Körper, die den Zuckergehalt im Körper/Blut steuert, ist die Bauchspeicheldrüse (med.: Pancreas). Es geht folgendermaßen von statten: Wir essen ein Lebensmittel, dass Zucker beinhaltet. Beim verdauen bekommt das Gehirn das Signal, dass Zucker im Anmarsch ist (meist in ca. 30 Minuten im Blut, Traubenzucker noch schneller). Dann geht der Befehl vom Gehirn an die Bauspeicheldrüse und diese produziert dann Insulin. Das Insulin ist ein Hormon das vom Körper benutzt wird um den Zuckergehalt im Körper abzubauen. Je nach dem, wie viel Zucker wir zu uns nehmen, bekommt die Bauchspeicheldrüse einen Hinweis, einen Aufruf oder eine Warnung! Dementsprechend wird wenig, viel oder sehr viel Insulin produziert.

Durch die „moderne“ Ernährung nehmen wir viel zu hohe Zuckerkonzentrationen auf und somit bekommt die Bauchspeicherdrüse andauernd das Signal das Zucker im Anmarsch ist. Bei Lebensmitteln mit hochkonzentriertem Zucker, wird mit Hochdruck Insulin produziert. Wenn man nun diese Produktion über den Tag, die Woche, den Monat und das Jahr beobachtet, muss man leider feststellen das die Bauchspeicheldrüse non stop zu tun hat. Genau so wie das Herz, so auch die Bauchspeicheldrüse, können diese Organe geschädigt werden, wenn es nicht eine Pause gibt. (Beispiel Herz: Versuchen Sie mal als Nicht-Sportler an einem Marathon mehrere Kilometerdurchzuhalten, ohne das sie sich ausruhen. Sowas kann in den meisten Fällen tödlich enden!)

Durch zu viel Zucker, wird meistens auch zu viel Insulin produziert. Das Insulin drückt den Zucker im Körper dann nicht nur auf den Normalwert, sondern kann diesen auch zu niedrig regulieren. Wenn also unser Blutzucker, nach einem (Fest-)Essen zu niedrig ist, fühlen wir uns schlapp und müde. Kennen Sie auch folgende Aussage: „Jetzt erst mal ein Verdauungsschläfchen„? Was das Ganze wieder zu einem Jojo-Effekt bringt, ist dann noch der Espresso mit viel Zucker, nach dem Essen. Damit fängt das Spielchen wieder von vorne an.

Fazit: Die überstrapazierte Bauchspeicheldrüse kann irgendwann die Insulinproduktion einfach drosseln. Bei Übergewichtigen (und auch allen anderen) kann es dann dazu führen, das die zu sich genommen Fette nicht verarbeitet werden können, sondern als Fett wieder eingelagert werden. Und Übergewichtigkeit begünstigt den Typ 2 Diabetes!

Zum Abschluss dieses Artikels noch etwas, was ich in einer Doku mit Jamie Oliver gesehen habe: In den USA lief eine Doku (Food Revolution) mit Jamie, in der er an einer Schule in Huntington das Essen in der Schulküche ändern wollte. (ich kürze es mal etwas ab) Dort gab es eine Familie, alle übergewichtig, die einen Sohn haben. Das ganze Fertigessen (Pizza, Lasagne, Käseprodukte, etc.) hat den Jungen (ich glaube er war damals 14 Jahre alt) übergewichtig gemacht. […] Der Arzt hat den Eltern gesagt, dass wenn die Ernährung der Familie so weiter geht und wenn der Junge nicht abnimmt, kann es sein das er mit 16 Jahren Diabetes bekommt. Stellt Euch das vor! Mit 16 Jahren, durch die Schuld der Ernährung, wird der Junge Diabetiker.

Meine Meinung: Mich hat die ganze Recherche zum Thema Zucker so weit gebracht, dass ich auf Zucker verzichten werde! Es wird mir bestimmt nicht zu 100% gelingen, aber wenn ich versuche dem Zucker aus dem Weg zu gehen, kann es nur von Vorteil für die Gesundheit sein. Wenn ich Kinder haben werde, werde ich ihnen genau diese Einstellung vermitteln. Auch jetzt versuche ich allen Menschen, die ich liebe und die mir wichtig sind, über die Risiken auf zu klären. Ihr, die Ihr das hier liest, möchte ich auch darauf hinweisen – das ist mir genau so wichtig.

Lasst es Euch durch den Kopf gehen und wenn Ihr der Meinung seid, dass wenigstens ein kleiner Teil von dem was ich hier geschrieben habe Sinn macht … dann ändert Euer Leben und Eure Ernährung jetzt! Solltet Ihr noch Fragen haben oder sollte noch etwas unklar sein, dann schreibt mir (per Mail oder hier in der Kommentarfunktion), redet mit Eurem Hausarzt darüber oder informiert Euch in der Apotheke Eures Vertrauens.

Quellenangaben:

 

! ! ! ! ! W I C H T I G E   I N F O R M A T I O N ! ! ! ! !
Alle Informationen in diesem Artikel wurden mit Sorgfalt recherchiert. Ich übernehme jedoch keine Gewährleistung auf Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität der Inhalte. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr! Beachten Sie bitte, dass sich medizinische Kenntnisse mit der Zeit ändern können. Ich kann zu keiner Information oder gemachten Angaben eine Haftung übernehmen.

Die In diesem Beitrag angegebenen Gesundheitsinformationen und Aussagen erstzen keine ärztliche Beratung/Betreuung im Einzelfall. Sollten Sie Beschwerden haben, müssen Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Der Beitrag enthält weder individuelle Therapievorschläge noch sind sie für die Erstellung von eigenständiger Diagnosen oder Absetzung von Mediakmenten, Gesundheitsprodukten oder Heilungsverfahren geeignet. Befragen Sie immer erst Ihren Arzt oder einen Apotheker!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.