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Digitale Stadtbücherei – Amazon E-Book Verleih

Die einen bleiben dabei: „Ein Buch muss ich blättern können, markieren können, riechen und fühlen können.“, die anderen möchten mit der Zeit gehen und setzen auf E-Books. Es ist möglich, auf elektronischen Lesegeräten, wie zum Beispiel dem Amazon Kindle, tausende von Büchern zu speichern und immer mit sich zu tragen. Gerade das, was viele lieben „volle Bücherregale“, vermeidet das E-Book.

Anstatt zu kaufen, wird es vielleicht bald auch möglich sein ein E-Book zu leihen. Wir kennen es aus der guten alten Stadtbücherei: Buch ausleihen, 50 Pfennig oder 1 Mark bezahlen und dann ja nicht vergessen es nach 4 Wochen wieder abzugeben, sonst droht die Mahngebühr von 50 Pfennig. (Hach, waren das nicht noch Zeiten?)

Amazon denkt nun darüber nach, E-Books auch auszuleihen. Wenn wir ehrlich sind: Wie bei einem echten Buch, so auch bei einem E-Book, muss das Buch richtig gut sein, dass man es noch mal und noch mal lesen möchte. Wenn man sich die derzeitigen Preise für E-Books anschaut, sieht man außer der physikalischen Vorteile, keine weiteren. Die elektronischen Bücher liegen Preislich meistens nur mit etwas 2-4 Euro günstiger, als echte Bücher.

Ich kann mir gut vorstellen, das der Verleih von E-Books florieren wird – … wenn der Preis stimmt! Wenn man hier auch nur ein paar Euro sparen kann, im Vergleich zum E-Book, wird die Geschichte scheitern. Die meisten Aussagen, als ich Bekannte, Verwandte und Freunde gefragt habe, sind diese: „Wenn ein E-Book nur 2 oder 3 Euro billiger als ein E-Book ist, dann möchte ich doch lieber das Buch haben und in mein Bücherregal stellen. Dann haben vielleicht auch noch unsere Kinder etwas davon.„. Klare Aussage,… kann ich meine E-Books in paar Jahren noch immer an jedem Gerät lesen!?

Und so prophezeie ich auch, was passieren wird, wenn man zwar E-Books leihen kann, es sich preislich aber nicht lohnt: „Wofür sollte ich 2/3 des Preises zum ausleihen zahlen, wenn ich für paar Euro das E-Book kaufen kann.“. Und andere Leser sehen es nicht ein, wenn sie für paar Euro mehr den dicken Schinken zu Hause haben könnten, anstatt als 010111010111001 auf einem Gerät.

Meine persönlich Meinung: Ich mag E-Books und auch das Kindle von Amazon sehr. Verzichten würde ich aber auf meine (echten) Bücher niemals, weil viel zu viele Erinnerungen daran hängen. Papier ist geduldig, so heißt es und ich denke es wird einfach länger halten, als jedes elektronische Buch. Schon historisch gesehen, sehen wir wie lange sowas haltbar ist…

Für Dokumente die man bei sich haben möchte oder kurzweilige Krimi-Kultur, sind die E-Books einfach super. Da sehe ich auch eine Zukunft. Evtl. auch medizinische Bücher (für Studenten/Ärzte) sind bestimmt eine tolle Sache, da man riesige Dokumente/Schmöker, innerhalb von Sekunden nach bestimmten Suchwörtern durchsuchen kann.

Nebenbei, für alle modernen Nostalgiker: Kaufen kann man die elektronischen Bücher schon in vielen Online-Büchereien, aber auch Thalia bietet den E-Book-Kauf vor Ort im Buchladen an. Man kommt mit seinem Thalia „Oyo“ in die Bücherei und verbindet sich mit dem kostenlosen W-Lan. Dann sucht man sich ein E-Book aus und bestellt es – gezahlt wird per Konto oder Kreditkarte. Gedacht ist diese Variante für alle die kein W-Lan zu Hause haben (ohne W-Lan läuft nämlich nix). (Heise)

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